Impfen schützt – Impfen nützt – Allen!

 

Schweizer Volkeswille

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… Verfassungsrang komplementärmedizinischer Heilverfahren …

Wissenschaftliche Argumentation
Wissenschaftliche Argumentation
Volksdemokratie hat in der Schweiz eine lange Tradition. Sie kann dazuführen, daß merkwürdige Dinge in Sachen Politik geschehen. So konnte z.B. erst im Jahre 1990 das Frauenwahlrecht in der malerischen Schweiz vollumfänglich durchgesetzt werden. Die Appenzeller wehrten sich standhaft gegen dessen Einführung und waren die letzten, die dieses GEGEN den Willen der männlichen Stimmberechtigten einführten.[1] Doch damit nicht genug, jetzt gilt es also, der homöopathischen Kräuterheilkunde Verfassungsrang zu gewähren. 38,3% der Schweizer Stimmberechtigten fanden Sonntag zu den Stimmkabinen, wo sich immerhin 67% FÜR eine Verankerung der pseudowissenschaftlichen Komplementärmedizin in der Verfassung aussprachen. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts kämpften Ärzte gegen den anthroposophischen Ersatzglauben an, der dazu führte, daß sie zu spät gerufen wurden und für Sterbende nicht mehr allzuviel tun konnten[2].

So offenbart sich eine recht einzigartige Einstellung zur Demokratie innerhalb Europas und es verwundert nicht, daß die Schweizer ihr natürliches Ricola-Kräuterbonbon verfassungsmäßig verankert sehen wollen. Den wer hat’s erfunden? Die Schweizer!

Obwohl schon 2005 das Schweizer Programm zur Evaluation der Komplementärmedizin (PEK) nicht fortgeführt wurde, da die Methoden der Anthroposophie, der Homöopathie, der Neuraltherapie, der Phytotherapie und der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) nicht dem geforderten Anspruch an die Wirksamkeit gerecht wurden, so können die Naturopathen diese Niederlage jedoch nicht akzeptieren und kämpfen vehement gegen die Medizin und Wissenschaft – allen voran das Sprachrohr der Quacksalberei: Hans Ulrich (Hansueli) Albonico, Impfkritiker und AIDS-Leugner[3], agierend in einer Linie mit den tödlichen Großmeistern der Scharlatanerie ∴Ryke Geerd Hamer, ∴Stefan Lanka und ∴Karl Krafeld.

Was haben die letzteren gemein? Studienresultate interessieren sie nicht.

Die Frage nach reproduzierbaren Studienresultaten beantwortet die Fraktion der Scharlatane nämlich so, daß einer klarer Effekt nicht meßbar wäre, denn “sanfte Medizin” liefere subjektive Behandlungserfolge. Sagt nun der behandelte Patient, es ginge ihm besser, so war die Behandlung subjektiv erfolgreich. Wenn sich jedoch in der Folge eine Verschlechterung einfindet, so läge das mitnichten an der “sanften Medizin”, sondern einzig und allein an der inneren Einstellung des Patienten (der möglicherweise gar von der wissenschaftlichen Medizin korrumpiert wurde und nun ein Heilungserfolg gar nicht mehr eintreten kann). Schön, wenn das Leben so einfach ist.

So verwundert es nicht, daß von der Bundesdeutschen Partei der Grünen gefordert wird, die Impulse aus der Schweiz aufzugreifen. Ähnlich der rosaroten Brille der Berliner Initiative Pro Reli, welche die 15% aller Stimmen für das Verlangen als großen Erfolg feierten[4], sind auch die Rechenkünste der Grünen in einem bedenklichen Maße alternativ gefärbt. So sieht man in den Befürwortenden 25% aller Stimmberechtigten eine “klare Mehrheit”[5]. ∴Birgitt Bender, gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen, möchte die Quacksalberei nun auch in Deutschland gefördert sehen[6]. Die Grünen meinen, man könne von der Schweiz “lernen” und reinterpretiert gar den aufgrund mangelndem Wirksamkeitsnachweises wegen eingestellten PEK insoweit, daß alternative Behandlungsmethoden “erfolgversprechend” seien. So viel Fehlinterpretation und Wunschdenken auf einen Haufen ist unerträglich. Ich verweise an dieser Stelle auf meinen Blog-Beitrag vom 14.04.2009 und darauf, wie man von den Schweizer den Ausbruch von Epidemien erlernen kann, wenn man auf Globuli und Homöopathie setzt, anstelle auf präventiv wirkende Schutzimpfungen der Medizin.

Links:

Quellen:

Der westfälische Landmann versäumt es in den allermeisten Fällen, in Krankheitszuständen bei sich selbst oder in der Familie rechtzeitig ärztliche Hilfe nachzusuchen; erst wenn die Krankheit den Angehörigen und Verwandten gefährlich erscheint, bequemt er sich hierzu und begnügt sich häufig damit, ärztlichen Rath auf ‘mündlichen Bericht’ zu fordern. Das gilt aber ganz besonders bei Krankheiten kleiner Kinder, ‘die ja nicht sagen können, was ihnen fehlt’. Man vertraut hier lediglich der Heilkraft der Natur, nachdem vorher das Heer der vorgeschlagenen, oft unsinnigen Hausmittel erschöpft ist, oder bedient sich der homöopathischen Mittel, ….
Schultz-Hencke, Der Regierungs-Bezirk… (1877), 65f

Quellennachweise:

  1. Quelle: Wikipedia. []
  2. Quelle: Dissertation Kloke 1997. []
  3. Quelle: Rethinking Aids. []
  4. siehe Blog-Beitrag vom 26.04.2009. []
  5. Pressemitteilung der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen vom 20.05.2009. []
  6. siehe Blog-Beitrag vom 13.05.2009. []

3 Kommentare auf 'Schweizer Volkeswille'

  1. avatar Erwin Alber says:

    “Impfen schützt nicht! Impfen nützt nicht! Impfen schadet!”

    Dr. med. Gerhard Buchwald

    “Wir zerstören langsam aber sicher die Intelligenz unserer zukünftigen Generationen durch Impfungen.”

    Dr med Gerhard Buchwald

    “Glaube an Immunisierung ist eingebildeter Irrsinn.”

    Dr Herbert Shelton, USA

    “Dieses ganze Impfgeschäft ist ein gigantischer Betrug.”

    Dr A Kalokerinos MD, Australien

    “Durch unsere Gesellschaft verstreut gibt es Mllionen von verschiedentlich impfgeschädigten Kindern. Lasst uns zudem auch die Millionen von Eltern nicht vergessen, welche hilflos zuschauen mussten als die Leben ihrer Kinder durch schadende Impfprogramme zerstört worden sind.’

    Dr. Russell Blaylock MD, USA

  2. avatar cohen says:

    Ach so, Herr Alber: ein Riesenbetrug?
    Sogar die Kommunisten waren vom Pharmakartell gekauft:
    http://www.youtube.com/watch?v=aOACF9zXZfM

    Impfgegner sind einfach nur saudämlich.
    Wieviele Abos und Handyverträge haben Sie?

  3. [...] Kanton konnte man(n) nicht verhindern. Immerhin ist dank Volksentscheid in der Schweiz die Konträrmedizin der evidenzbasierten gleichgestellt. Fortschritt? Nein, danke! Impfungen? Nein, danke. Die [...]

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