Presseschau
2010-04-30, 08:31 [Friday]
… Vince Ebert möchte, daß die Menschen selbst denken: Mit aller Härte zur sanften Medizin …
Der Kabarettist und Physiker Vince Ebert. (Bild: fr)Allergien sind die beliebteste Volkskrankheit der Deutschen. Fast jeder Bundesbürger brüstet sich damit, gegen irgendetwas allergisch zu sein. Sobald die ersten Krokusse sprießen, horcht man in sich hinein und fühlt sich “irgendwie komisch”. Angeblich sind sogar die Dinosaurier wegen Gräserpollenunverträglichkeit ausgestorben.
Deswegen hat man vor einigen Jahren die “Sanfte Medizin” erfunden. Ein nebeliges Biotop, in dem sich vorwiegend Hypochonder vermehren. Menschen, die zu schwach sind, um sich eine richtige Krankheit holen zu können.
∴Kinesiologen diagnostizieren Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten, indem sie eine Lebensmittel-Liste an die Wand hängen und in Anwesenheit des Patienten mit Dartpfeilen darauf werfen. Bei allen Produkten, auf denen die Pfeile stecken bleiben, drohen beim Klienten allergische Reaktionen. Wenn beide dabei auch noch die Augen zumachen, nennt man das in der Alternativ-Medizin eine Doppelblindstudie.
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Tags: Allergien, Alternativmedizin, Homöopathie, Samuel Hahnemann, Vince Ebert
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2010-04-09, 16:15 [Friday]
… Einmal piksen und für immer geschädigt …
Impfschaden und EntschädigungsleistungenDie Berliner Zeitung berichtet am 08. April 2010 vom Fall eines Uwe Steiner, welcher infolge einer Impfung an geistiger Behinderung leiden soll. Eine Impfung, wie die von der Autorin beschriebene, wurde von der Ständigen Impfkommission so nicht empfohlen. Wenn der Arzt also in Abweichung von den Empfehlungen
Impfungen am Säugling vorgenommen hat und es infolgedessen zu einem beträchtlichen Schaden kam, muß der Staat Entschädigungsleistungen an den Geschädigten zahlen.
Der Kampf vor den Gerichten ist ein langwieriger. Im vorliegenden Falle gab es zum einen zwei gegensätzliche Gutachten und einen Kinderarzt, dessen Erinnerungsvermögen und Praxisdokumentation mehr als lückenhaft war, und zum anderen offensichtlich eben jene von den Empfehlungen abweichende Impfung. Der Fall wurde vom Geschädigten vor einem Jahr gewonnen, doch der Staat schlampt und zahlt nicht. Unglaublich, finden wir und geben an dieser Stelle den Bericht der Berliner Zeitung wieder:
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Tags: Entschädigung, Impfschaden
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2010-03-25, 15:30 [Thursday]
… Surender Sharma, kein Herr über Leben und Tod …
Voodoo, Mantra, Tantra - alles für die KatzAls Surender Sharma behauptete, er könne mich [Sanal Edamaruku] mit Hilfe von Magie umbringen, mußte ich das doch glatt ausprobieren. Das Resultat war ein Triumph für den Rationalismus.
Humor wird in verschiedenen Kulturen ganz unterschiedlich gehandhabt. In Kerala, einem Bundestaat im Süden Indiens, aus dem ich stamme, erfreut sich der womöglich kürzeste Witz überhaupt sehr großer Beliebtheit: Ein Hund versucht, eine Kokosnuß zu knacken. “Und, was dann?” mag man dann fragen. Nichts, das ist ja der Witz. Es klappt natürlich nicht.
Meine Begegnung mit Pandit Surender Sharma hatte etwas von diesem Kerala-Witz, nur daß sie sich über Stunden hinwegzog. Auch lachte niemand, als er live im Fernsehen versuchte, mich mit trantrischen Ritualen ins Jenseits zu befördern. Niemand außer mir, natürlich.
Es geschah im März 2008. Der Großmeister des Tantra und ich waren zu einer beliebten Fernsehsendung zum Diskussionsthema “Tantrische Kraft vs. Wissenschaft” als Gäste geladen. Er brüstete sich damit, daß er jeden jederzeit innerhalb von nur drei Minuten durch ∴Mantra und Tantra töten könne. Ich ergriff die Chance beim Schopfe und bot mich ihm als Testgegenstand an. Live und überrumpelt war es ihm nicht möglich, sich aus der Affaire zu ziehen, ohne sein Gesicht verlieren – oder sein prominentes Klientel. So nahm unser beispielloses Experiment seinen Lauf. Der Meister stimmte sein “Killer”-Mantra an, welches es im Internet bereits zu passabler Berühmtheit gebracht hatte: “Om lingalingalingalinga, kilikilikili…”
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Tags: Esoterik, James Randi, Mantra, Pandit, Sanal Edamaruku, Surender Sharma, Surinder Sharma, Tantra
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2010-03-16, 21:37 [Tuesday]
… Kreuzzug gegen die Schulmedizin …
Alternativmediziner freuen sich über ZulaufKeine andere sogenannte Impfstudie hat in Europa wohl mehr Schaden angerichtet als die des Briten ∴
Andrew Wakefield. Darin behauptete der Mediziner, dass es einen Zusammenhang zwischen der kombinierten Impfung gegen
Masern,
Mumps und
Röteln bei Kindern und – in der Folge – eine erhöhte Autismusrate gebe. Wakefields Untersuchung, die 1998 in der Fachzeitschrift „The Lancet“ erschien, brachte Verunsicherung, die Impfbereitschaft sank in vielen Ländern Europas beträchtlich. Bis heute beziehen sich ∴
Impfkritiker und -gegner auf die Wakefield-Studie. Ausgerechnet die Dreifach-Impfung, die Kinderärzte einsetzen, um ihren kleinen Patienten zwei Stiche weniger verpassen zu müssen, geriet in Misskredit – und mit ihr gleich alle anderen
Impfungen.
Wakefield wurde für seine „Studie“ von impfkritischer Seite bezahlt, er fälschte seine Studienergebnisse, bis heute gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis für seine Thesen, stattdessen wird sie in etlichen seriösen Untersuchungen auf der ganzen Welt immer wieder widerlegt, und „Lancet“ widerrief den Artikel Wakefields wegen offensichtlich inkorrekter Teile – das alles bleibt in pseudowissenschaftlichen Werken zum Beispiel eines ∴Hans U. P. Tolzin unerwähnt. Tolzin, der nicht etwa Arzt ist, sondern gelernter Molkereifachmann, betreibt die Internetseite www.impfkritik.de und gibt zudem den „Impfreport“ heraus, eine „Zeitschrift für unabhängige Impfaufklärung“.
Die angeblichen Ergebnisse Wakefields thematisierte er in der Ausgabe „Autismus, Quecksilber, Impfung: Der geleugnete Zusammenhang“. Tatsächlich hatten Impfkritiker schon in den neunziger Jahren versucht, eine Verbindung zwischen dem in geringen Mengen Quecksilber enthaltenden Konservierungsstoff Thiomersal, der in vielen kosmetischen und pharmazeutischen Produkten eingesetzt wird, und dem Auftreten von Autismus bei Kindern herzustellen. Für einen solchen Zusammenhang gibt es bis heute keinen Beweis. Trotzdem halten Impfgegner daran fest. Dass Thiomersal nicht in dem kombinierten Impfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln enthalten ist (und niemals war), dass überhaupt längst für alle generell empfohlenen Schutzimpfungen quecksilberfreie Impfstoffe verfügbar sind – auch darüber gehen Impfgegner hinweg.
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Tags: Andrew Wakefield, Autismus, H1N1, Hans Tolzin, Juliane Sacher, Lancet, Matthias Rath, MMR, Quecksilber, Ryke Geerd Hamer, Torsten Engelbrecht
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2010-02-28, 13:54 [Sunday]
… sind Impfungen schuld daran? …
Simone Gahse kämpft darum, daß die Behinderungen ihrer Tochter Nancy als Impfschaden anerkannt werden. Nur so ist das Mädchen künftig abgesichert.Nancy lacht, strahlt, sie ist fröhlich, genießt es, wenn ihre Urgroßmutter sie knuddelt. Sie schiebt ihr Kärtchen auf der Decke herüber, rollt sich auf dem Boden herum. Dazu formt sie Laute, die an ein wenig an Kätzchen erinnern. Nancy ist sieben Jahre alt. Sie kann nicht sprechen oder laufen. Schuld daran sind
Impfungen. Davon zumindest ist ihre Mutter Simone Gahse überzeugt.
“Als Nancy auf die Welt kam war sie putzmunter und gesund. Erst nachdem sie mit drei Monaten die erste Sechsfach-Impfung erhielt änderte sich das”, erzählt die Wilthenerin. Es fing damit an, dass sie aus dem Schlaf heraus Schreiattacken bekam. Sie ließ sich nicht beruhigen, schrie und weinte ohne Unterlass. Manchmal zwei bis drei Stunden lang. Sieben Monate dauerte es, bis die Schreiattacken aufhörten. Doch das war nicht das Einzige, was der jungen Mutter Sorgen bereitete.
Mit den ersten Impfungen begann auch langsam Nancys körperlicher Verfall. Sie verlor die Kopfkontrolle und konnte die Körperspannung nicht mehr halten, drehte sich nicht mehr richtig und konnte sich nicht mehr mit den Armen abstützen. Als Simone Gahse den Kinderarzt auf einen möglichen Zusammenhang mit der Impfung ansprach, wiegelte dieser ab. Ein Zusammenhang sei unmöglich. Doch damit begann Nancys Leidensweg erst. Ihre Mutter, die sich vom Arzt einreden ließ, das Kind sei gesund, glaubte, Nancy sei ein Spätzünder.
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Tags: Heilpraktiker, Impfschaden, Nancy Gahse, Simone Gahse
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2010-02-25, 19:42 [Thursday]
… Tödliche Masern: ohne Ausschlag besonders tückisch …
Masernvirus. Foto: OkapiaErste grippale Symptome waren die Vorwarnung. Doch was den plötzlichen Tod eines 14-jährigen Mädchens mit Trisomie 21 tatsächlich auslöste, überraschte alle Beteiligten.
Heimtückisch blande begann der ungewöhnliche Verlauf der Erkrankung. Das Fieber hätte fast alles sein können. Die Hausärztin vermutete einen grippalen Infekt und verordnetet ihrer Patientin, einem 14-jährigen Mädchen mit Down-Syndrom, Paracetamol. Als das Fieber nicht sank, am nächsten Tag zusätzlich ein Antibiotikum (Clarithromycin). Auch dies schwächte die Symptome nur leicht, berichtet Prof. Dr. M. Riße, Institut für Rechtsmedizin der Uni Gießen, in der Zeitschrift „Rechtsmedizin“.
Wiederbelebungsversuche des Vaters scheiterten
Verzweifelt gab die besorgte Mutter dem Kind deshalb zwei Tage nach Ausbruch der Erkrankung vormittags zunächst ASS, nachmittags dann das Antibiotikum und zwei Tabletten Paracetamol. Gegen Abend war das Fieber schließlich gesunken. Das Kind legte sich schlafen, bei Kontrollen fiel der Mutter nichts Besonderes auf. Um 21.30 Uhr habe die Tochter nach ihr gerufen; als sie das Kinderzimmer betreten habe, sei das Mädchen bereits nicht mehr ansprechbar und leblos gewesen. Wiederbelebungsversuche durch den Vater und den Notarzt wurden schließlich gegen 22 Uhr erfolglos eingestellt.
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Tags: Masern
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2010-01-09, 15:01 [Saturday]
… Elke Wittich entdeckt die Abgründe der Impfkritiker …
Unter den Kritikern der Schweinegrippeimpfung tummeln sich allerlei antisemitische Verschwörungstheoretiker.
Die Mail, die eine besorgte Hausärztin namens ∴Juliane Sacher einigen Freunden schickte, las sich bedrohlich: In den Impfstoffen gegen die Schweinegrippe sei mit der Substanz ∴Squalen der Wirkstoff enthalten, der bei US-Soldaten zum sogenannten Golfkriegssyndrom geführt habe. Da war es dann auch kein Wunder, daß die Adressaten dieser Nachricht so alarmiert waren, daß sie die Warnung ihrerseits weiterverbreiteten. Mittlerweile ist daraus eine regelrechte Kettenmail geworden, und die Squalen-Sache wird selbst in Fußballforen aufgeregt diskutiert.
Die sensationelle Enthüllung hat allerdings einen Haken: Der Impfstoff, der Golfkriegssoldaten routinemäßig injiziert wurde, enthielt die Substanz mit dem nach ganz besonders bösartiger Chemie klingenden Namen gar nicht.
“Ich gebe zu, daß das nicht so geschickt war, weil einige Autoren später darlegten, daß das Golfkriegssyndrom nichts mit Squalen zu tun gehabt haben kann, weil in dem Impfstoff kein Squalen vorhanden gewesen sein soll”, schrieb Sacher inzwischen auf ihrer Homepage, was nicht nur so klingt, als handele es sich um ein bestenfalls halbherziges Dementi. Zumal die Ärztin gleichwohl bei ihrer Warnung bleibt. Auch das verwundert nicht, denn Juliane Sacher ist schließlich weit mehr als nur eine besorgte Hausärztin, die lediglich einigen Freunden eine Mail schickte, die sich völlig ohne ihr Zutun zu einem Kettenbrief entwickelte. Die 64jährige, die ihre Kassenzulassung schon vor einiger Zeit zurückgegeben hat, gehört unter anderem zu den sogenannten Aids-Kritikern, die fest daran glauben, daß die Immunschwächekrankheit, verkürzt gesagt, als Virenerkrankung nur eine Erfindung raffgieriger Pharmakonzerne sei. Außerdem gehört Sacher zum Kreis der Impfkritiker aus Prinzip, einer Gruppe von nicht notwendigerweise mit medizinischen Kenntnissen ausgestatteten Leuten, die unermüdlich versuchen, Impfungen aller Art unter anderem als Ursache einer Vielzahl von Krankheiten darzustellen, und damit besonders Eltern immer wieder verunsichern.
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Tags: Freimaurer, Germanische Neue Medizin (GNM), Hans Tolzin, Juliane Sacher, Ryke Geerd Hamer, Schweinegrippe
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2009-12-20, 12:21 [Sunday]
… hochkommerzieller Esokitsch …
Protagonisten des FilmsDa ich gewisse Filme unerträglich finde, ist es mir unmöglich eine Rezension darüber zu verfassen. Gott-sei-dank gibt es jedoch Individuen, die masochistisch genug veranlagt sind, um sich auch solche Filme anzutun, und dankenswerterweise auch bereit sind, eine diesbezügliche Kritik zu verfassen. So hat selbst der Film
Avatar, der pünktlich vor Weihnachten in die hiesigen Kinos kam, einen Rezensierer mehr oder minder für sich gewinnen können. Folgende Rezension von
Ingo Junkat möchte ich Euch nicht vorenthalten:
Avatar – eine zweite Meinung
Der mit dem Baum tanzt
Ich habe diese Woche mehrfach gelesen, Avatar revolutioniere das Kino. Nach zweieinhalbstündiger Tortur im Kinosessel kann ich das nur für einen Bereich bestätigen: die Tricktechnik. Der Rest von Avatar ist, man muss es mal so deutlich sagen, der teuerste Esoterik-Kitsch aller Zeiten.
Bis zu 300 Millionen Dollar hat James Cameron angeblich für diesen Film ausgegeben. Herausgekommen ist ein Hightech-Ethnomärchen, das aus so vielen Versatzstücken besteht, dass man zwischendurch kaum noch weiß, in welchem Film man sitzt.
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Tags: Avatar, James Camaron, Rezension
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2009-12-10, 10:32 [Thursday]
… und handelt sich prompt ein weiteres Verfahren ein …
Verurteilter Quacker, Bild angelehnt an Gustaf Mossakowsks 'Chessy' Stefan Lanka, Impfgegner, AIDS-Denialist und Anhänger der ∴
Germanischen Neuen Medizin, ist es gelungen, daß Jahr 2009 mit gar zwei Verurteilungen wegen Beleidigungstatbeständen abzuschließen (siehe
»Bericht zur Strafsache (234Cs)3012PLs14916/07(133/08)« und
»Bericht zur Strafsache 40Cs160Js3022/09«). Ein Erfolg auf ganzer Linie, wie seine Jünger frohlocken werden, denn Lanka zeigt es wie kein Anderer dem Establishment. Und
Karl Krafeld, als Lankas genialer Stratege, arbeitet stets die Verteidigungsstrategie vor Gericht aus, die immer wieder dazu führt, daß Lanka noch eine weitere Verurteilung einkassiert.
Möglicherweise wäre es an der Zeit zu erkennen, daß Krafeld ein U-Boot ist oder doch vielleicht auch einfach nur ein nicht ganz so genialer Stratege mit völlig unzureichenden Kenntnissen im juristischen Bereich. Oder es liegt auch einfach daran, daß Lanka die deutsche Gerichtsbarkeit mit einem aufmerksamen Publikum verwechselt und glaubt, daß seine Vorträge über Impfungen und Viren dort hilfreich seien. Hilfreich ist sicherlich nicht, daß Lanka alle Behörden als willige Vollstrecker eines Massenmordes ansieht und auch in diesem Fall direkt in der Verhandlung dem Gesundheitsamtsleiter Nazimethoden vorwarf. Erschwerend kommt natürlich hinzu, daß Lanka bereits mehrfach wegen ähnlich gelagerter Delikte verurteilt wurde.
Da Lanka keinerlei Einsicht und Reue zeigte, kam es wie es kommen mußte – er wurde wegen Beleidung verurteilt. Lanka darf nun 4.800 EUR in die Staatskasse zahlen und hat wegen des Nazivorwurfs gar ein weiteres Strafverfahren an der Backe. Das nenn auch ich einen Erfolg auf ganzer Linie – für diejenigen unter uns, die denken können und nicht verblendeten Impfgegner folgen.
Quelle:
Tags: AIDS-Leugner, Impfgegner, Impfkritik, Stefan Lanka, Straftat, Urteil
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2009-12-08, 19:12 [Tuesday]
… wie tödlich kann ein Nocebo-Effekt sein? …
Homöopathisches Medikament der Heel PharmaAm Samstag, dem 05.12.2009, wurde die Tochter von Billy Joel in ein Krankenhaus eingeliefert, nachdem sie eine Überdosis irgendwelcher Pillen zu sich genommen hatte. Doch handelte es sich bei den eingeworfenen Tabletten mitnichten um ein wirksames Tötungsinstrument, sondern um homöopathisches Traumeel des Herstellers Heel.
Trotzdem scheint der Zustand der Joel-Tochter dramatisch genug gewesen zu sein, um Joel in ein Krankenhaus einweisen zu lassen. Joel hatte nach dem Tablettenmißbrauch mit Atembeschwerden zu kämpfen. Daraufhin kontaktierte sie den Notruf und meldete sich mit: “Pillen genommen, werde sterben.” Daß der ∴Nocebo-Effekt durchaus nicht zu vernachlässigen ist, weiß man in der medizinischen Gemeinschaft durchaus – unklar ist, wie weit dieser gehen kann.
Erst vor kurzem berichtet die FAZ über den Fall des 26-jährigen Derek Adams, welcher aus Liebeskummer aus dem Leben scheiden wollte. Also schluckte der junge Mann 29 Kapseln eines Antidepressivums und bekam Todesangst. Nach der massiven Überdosis sackte sein Blutdruck ab, er kam in die Klinik und konnte trotz intravenöser Infusionen nicht stabilisiert werden. Das fragliche Medikament wurde ihm im Rahmen einer verblindeten Arzneimittelstudie verabreicht. Doch erst als sich herausstellte, daß er anstelle des zu testenden Antidepressivums nur das Plazebo der Kontrollgruppe bekam und man ihm dies mitteilte, nahmen seine Beschwerden ab.
Auch der Fall Joel könnte ähnlich gelagert sein, denn daß die Bestandteile des verantwortlichen Homöopathikums wirklich eine physiologische Wirkung haben könnten, bezweifelt u.a. Abel Pharmboy. Im folgenden gebe ich dessen Beitrag von Scienceblogs.com wieder:
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Tags: Alexa Ray Joel, Heel, Homöopathie, Nocebo-Effekt, Traumeel
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