Impfen schützt – Impfen nützt – Allen!

 

Weltanschauung

Todeszauber ohne Todeswirkung

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2010-03-25, 15:30 [Thursday]

… Surender Sharma, kein Herr über Leben und Tod …

Voodoo, Mantra, Tantra - alles für die Katz
Voodoo, Mantra, Tantra - alles für die Katz
Als Surender Sharma behauptete, er könne mich [Sanal Edamaruku] mit Hilfe von Magie umbringen, mußte ich das doch glatt ausprobieren. Das Resultat war ein Triumph für den Rationalismus.

Humor wird in verschiedenen Kulturen ganz unterschiedlich gehandhabt. In Kerala, einem Bundestaat im Süden Indiens, aus dem ich stamme, erfreut sich der womöglich kürzeste Witz überhaupt sehr großer Beliebtheit: Ein Hund versucht, eine Kokosnuß zu knacken. “Und, was dann?” mag man dann fragen. Nichts, das ist ja der Witz. Es klappt natürlich nicht.

Meine Begegnung mit Pandit Surender Sharma hatte etwas von diesem Kerala-Witz, nur daß sie sich über Stunden hinwegzog. Auch lachte niemand, als er live im Fernsehen versuchte, mich mit trantrischen Ritualen ins Jenseits zu befördern. Niemand außer mir, natürlich.

Es geschah im März 2008. Der Großmeister des Tantra und ich waren zu einer beliebten Fernsehsendung zum Diskussionsthema “Tantrische Kraft vs. Wissenschaft” als Gäste geladen. Er brüstete sich damit, daß er jeden jederzeit innerhalb von nur drei Minuten durch ∴Mantra und Tantra töten könne. Ich ergriff die Chance beim Schopfe und bot mich ihm als Testgegenstand an. Live und überrumpelt war es ihm nicht möglich, sich aus der Affaire zu ziehen, ohne sein Gesicht verlieren – oder sein prominentes Klientel. So nahm unser beispielloses Experiment seinen Lauf. Der Meister stimmte sein “Killer”-Mantra an, welches es im Internet bereits zu passabler Berühmtheit gebracht hatte: “Om lingalingalingalinga, kilikilikili…”

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Aberglaube und Magie

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2009-12-18, 11:20 [Friday]

… wenn es die Kinder trifft …

Brasilianischer Junge muß in Folge Rituals intensiv-medizinisch betreut werden
Brasilianischer Junge muß in Folge Rituals intensiv-medizinisch betreut werden
Ein in den letzten Tage in den Medien berichteter Fall hat mich tief getroffen: Der Stiefvater eines 2-jährigen brasilianischen Jungen hat diesem über 40 Nadeln in den kleinen Körper gestochen. Er nahm den Sohn seiner Frau mit in ein spirituelles Zentrum, welches von einer 47-jährigen Frau geleitet wurde. Dort wurden die fast 5-cm-langen Nadeln, mit denen das Kind malträtiert wurde, von dieser in einem Afro-Brazilianischem Ritual der Candomble-Religion gesegnet. Bezahlt wurde die ganze Angelegenheit wohl von der Geliebten des Stiefvaters, welche diesem weismachte, daß er durch die Verbringung der Nadeln in des Kindes Körper mit ihr zusammenkommen würde. Die Polizei schließt jedoch ein simples Racheverlangen an der Kindesmutter nicht aus, mit welchem der Stiefvater seit gerade einmal sechs Monaten verheiratet war.

Die Nadeln wurden anscheinend im Verlaufe eines ganzen Monats bei diesen Besuchen in das Kind gestoßen. Der Stiefvater gestand, daß er die Tat begangen hatte, bezeugte jedoch, daß er unter dem Einfluß der Macht seiner Geliebten stand und von ihr in einen Trancezustand versetzt und daraufhin mit der Tat beauftragt wurde.

Mehr mag ich dazu auch gar nicht schreiben. Esoterik und der Glaube an Übernatürliches schadet – vor allem den Wehrlosen.

Links:

Schweiz mal anders

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2009-12-01, 13:41 [Tuesday]

… ein Volksentscheid im Land der Schneekuppen bezeugt der Bewohner Engstirnigkeit …

Klare Ansage für Minarette in der Schweiz
Klare Ansage für Minarette in der Schweiz

Dank medialer Vernetzung der Gegenwart läßt es sich nicht unter den Tisch kehren: Die Schweizer sind ein Volk, daß in der Neuzeit nicht ankommen mag. Gern würden die Bewohner der Bergregion sich vor der stetigen Weiterentwicklung verstecken. Doch die Berge sind nicht hoch genug. Den Einzug des Frauenwahlrecht den allerletzten Kanton konnte man(n) nicht verhindern. Immerhin ist dank Volksentscheid in der Schweiz die Konträrmedizin der evidenzbasierten gleichgestellt. Fortschritt? Nein, danke! Impfungen? Nein, danke. Die Schweizer stehen zu ihren roten Masernpunkten.

Und ein “Nein, danke” bekamen am letzten Wochenende nun auch die “Anderen” zum vorläufigen Abschluß der ∴Kontroverse um den Bau von Minaretten in der Schweiz. Knapp 58 Prozent der Wähler haben sich bei der Volksabstimmung am vergangenen Sonntag dafür entschieden, den Bau von Minaretten künftig zu verbieten. Man könnte geneigt sein, den Schweizern Glauben zu schenken, wenn sie das Votum pro Verbot damit begründen, daß sie ein Zeichen gegen den politischen und damit gegen den radikalen Islamismus setzen möchten. Ob man dies unter Berücksichtigung der latenten Fremdenfeindlichkeit der Schweizer auch noch so sehen mag, bleibt dahin gestellt. Fakt ist, daß die Schweizer ein öffentliches Zeichen gegen Toleranz und für Diskriminierung gesetzt haben, welches an eine Tradition anknüpft, in welcher bis 1874 die Diskriminierung der Juden und bis 1973 die der Jesuiten in der Verfassung festgeschrieben war.

Dennoch liegt die Schweiz in Punkto Vorurteilen und ∴Fremdenfeindlichkeit im guten europäischen Mittelfeld. Die Abstimmung vom vergangenen Wochenende spiegelt in der Verteilung eine Studie aus dem Jahre 2006 wieder, welche die Voreingenommenheit gegenüber Fremden bei mehr als der Hälfte aller Schweizer belegt. Trotz alledem erweckt die öffentliche Demonstration dieser Voreingenommenheit den Anschein, daß die zentraleuropäisch gelegene Schweiz, nicht im Europa der Gegenwart ankommen möchte. Das ist bedauerlich.

Links:

Gott und der Skeptiker

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2009-11-29, 20:00 [Sunday]

… wenn blinder Gehorsam gen Himmel führt und gesunder Skeptizismus in die Hölle …

Landen Skeptiker in der Hölle?
Landen Skeptiker in der Hölle?
Gott ist auch nur ein Mensch – einer, der gerne Kaffee trinkt. Aber nicht jeden Kaffee, wie uns die Werbebranche höchst amüsant und blasphemisch in Clooney gegen Gott mitteilt. Georgie-boy bekommt eine zweite Chance auf ein irdisches Dasein, da Mr. Göttlichkeit scharf auf die Nespresso-Maschine ist, die Clooney grade käuflich erworben hatte, bevor er durch ein vom Himmel stürzendes Klavier erschlagen wurde. Doch Clooney mag ohne Nespresso nicht mehr leben und so geht er schnurrstracks wieder in den Laden, um die im Tauschhandel “Leben gegen Nespresso” verlorengegangene Maschine zu ersetzen. Dank seiner Abhängigkeit und Fixiertheit auf Nespresso verfehlt ihn diesmal das Klavier. Eine wunderbare Parabel: Verzichte nicht auf Nespresso – sonst biste tot! Toll, danke.

Clooneys Konversation ist ungefähr genauso dröge, wie der Kaffee, der aus den Nespresso-Maschinen kommt. Amüsanter daher Konversationen mit Gott, die von Skeptikern geführt werden könnten. Die Frage, die sich einem Gläubigen nämlich stellt ist, kommen ungläubige Zweifler in den Himmel?

Aller Wahrscheinlichkeit schon – doch ob diese es denn dann noch wollen, ist die Frage, die in diesem wunderbaren Clip “Mr. Deity and the Sceptic” beantwortet wird:

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Braune Sektierer werden hoffähig

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2009-09-10, 13:40 [Thursday]

… wie wie die öffentlich-rechtlichen sich der Gebühren als unwürdig erweisen …

Tolzin und Leitner mit dem "Impf Heil" Gruß
Tolzin und Leitner mit dem 'Impf Heil' Gruß
Ich weiß, ich weiß, es ist eigentlich schon ein alter Hut und wurde ja auch schon in einigen Blogs (z.B. hier) abgehandelt, aber ich bestehe darauf, meinen Senf dazu abzugeben. Die ARD hat sich in ihrem Morgenmagazin nicht gerade mit Ruhm bekleckert, als dort dem Molkereifachmann und selbsternannten Impfexperten Hans Tolzin ein Forum geboten wurde, um seine pseudowissenschaftlichen Impfkritikthesen unter das Volk zu bringen. Dabei wurde Tolzin als Gegenpol zu den Aussagen des Präsidenten des Paul Ehrlich Institutes, Johannes Löwer, dem frühmorgendlichem Zuschauer dargeboten. Löwer ist ein Experte auf seinem Gebiet, diplomierter Biochemiker und habilitierter Humanmediziner mit dem Titel Professor für Medizinische Virologie, genau der richtige, um Aussagen über die Schweinegrippe zu tätigen. Was nun ist ∴Hans Tolzin? Hans Tolzin ist ein medizinischer Laie, der sich der ∴Impfkritik verschrieben hat und enge Kontakte zu Sekten pflegt. So konnte man ihn bei den Moonies finden und ein enger Freund und Mitstreiter ist der Herausgeber der Kent-Depesche, der bekennende Scientologe ∴Michael Hinz. Familie Hinz und Tolzin stehen sich sogar ideologisch so nah, daß sie gemeinsam den ∴Neuen Impulse Treff gründeten, in dessen Vorstand Tolzin auch heute noch aktiv tätig ist. Das Tolzin der antisemitischen, rechts-esoterischen Ideologie des Wunderheilers ∴Ryke Geerd Hamer, Begründer der ∴Germanischen Neuen Medizin nahesteht, fällt bei diesen Referenzen schon gar nicht mehr ins Gewicht.

Wen hat die ARD sich das als Interviewpartner geholt? Unglauben deckt das Unglaubliche auf:

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Scientologen im Wahlkampffieber

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2009-09-05, 17:14 [Saturday]

… wer die Wahl hat, hat die Qual: sozialistische oder scientologische Alternative? …

Nur Stress mit dem Test
Nur Stress mit dem Test
Der MLPD Landesverband Nord-Ost hatte seine Auftaktkundgebung auf dem Berliner Alexanderplatz am Samstag, dem 05. September 2009. Schon von weitem sah man die Wahlplakate der MLPD und ihre fahnenschwenkenden Anhänger. Politik tut gut. Politische Aufklärung in Zeiten der Bundestagswahlen gehört mit zu einem demokratischen Staat der Gegenwart.

Um so erschreckender war es, daß auch die roten Dianetiker wieder ihren Tapeziertisch vor dem Kaufhaus aufgestellt hatten und mit ihrem Streß-Test warben. Unaufällig wie immer entdeckt der unwissende Passant erst später, daß die Dianetiker Scientologen im Schafspelz sind. Scientology weiß sehr wohl um ihren Stand und ihre Akzeptanz innerhalb der Gesellschaft. Dies läßt die Scientologen auch nicht offen werben, wie dies bei den Zeugen Jehovas so üblich ist. Sie gehen nicht mit Scientology hausieren – nein, mit dem Machwerk “Dianetik” ihres Führer L. Ron Hubbard versuchen sie Anknüpfungspunkte mit Passanten zu finden.

Doch mit dem politisch interessierten Berliner war am Samstag kein Gold zu gewinnen. Der zog die sozialistische Alternative der scientologischen vor. Und so kam es, daß sich um die Sozialisten einige hundert interessierte Zuhörer scharten und bei den Scientologen nur ich – als fotografierender Gast – zugegen war. So ist das in einer Demokratie.

… Bilder …

TAZ mal anders und unreflektiert

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2009-08-03, 14:00 [Monday]

… ist alles ‘Alternative’ gut genug für die Linken? …

Die Tageszeitung - Pfote drauf
Die Tageszeitung - Pfote drauf
Die politisch dem linken Spektrum zugeordnete Tageszeitung TAZ bewirbt in ihrer Beilage mit dem Schwerpunkt Anthroposophie die Ideen des Rassisten Rudolf Steiner. Es ist offensichtlich, daß allzuoft einem linken Bewußtsein der Wille zugrunde liegt, nicht im ‘mainstream’ schwimmen zu wollen, alte und verstaubte Konventionen über den Haufen zu werfen und die Strömung der Linken stellt für diese Außenseiter ein Sammelbecken dar. Daraus ergibt sich zwangsläufig, daß auch esoterische Ideen eingebracht werden, welche vom ‘mainstream’ abgelehnt und sich unter wissenschaftlicher Betrachtung als haltlos entpuppen. So finden sich unter linken Politikern viele, die Alternativmedizin als positive Ergänzung der Medizin betrachten.

Doch ist das eben nicht so: ist die Wirksamkeit einer Heilmethode belegt, ist es Medizin, ist sie es nicht, handelt es sich dabei um Hokuspokus. Anthroposophie ist solches begründet von einem Mann, der meint:

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Gebeutelt, geplagt und editiert

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2009-06-10, 16:30 [Wednesday]

… aus für Scientologen – zumindest auf Wikipedia …

Geballtes Wissen und persönliche Ansichten
Geballtes Wissen und persönliche Ansichten
Die Schiedskommission der online Enzyklopädie Wikipedia hat entschieden: Wer sich von einer IP-Adresse, die Scientology zugeordnet werden kann, bei Wikipedia einzuloggen versucht, wird feststellen müssen, daß seine Mitschreibrechte verwirkt sind. Monatelang wurde gerungen. Scientology sah sich nicht dazu veranlaßt, einen neutralen Standpunkt einzunehmen und so verwundert es nicht, daß die Entscheidung einstimmig fiel: Scientology wird gebannt.

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Quatsch mit roter Soße

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2009-06-06, 15:47 [Saturday]

… wenn die Linken abdriften ….

Astrologin Ulrike Voltmer
Astrologin Ulrike Voltmer
DIE LINKE.Sachsen will Scientology[]-Verteidiger Besier in den Landtag bringen und aus dem Saarland soll Astrologin Voltmer ins EU-Parlament. Übernommen von Scharf-Links.de

Die Landesspitze der Linkspartei Sachsen hat gestern [03.06.2009] den umstrittenen Professor Gerhard Besier[] als Neumitglied der LINKEN vorgestellt und auch gleich für ein Landtagsmandat vorgeschlagen. Besier stammt aus Wiesbaden und ist ein evangelischer Theologe und Historiker. Zu seiner Berufung in das Kompetenzteam zur sächsischen Landtagswahl sagte Vorsitzende der Linksfraktion im sächsischen Landtag, André Hahn, im Beisein der Landesvorsitzenden, Cornelia Ernst: “Ich wollte Prof. Besier ursprünglich als Berater für die Bereiche Wissenschaft und Religionsfragen in mein Kompetenzteam berufen. Umso mehr freue ich mich, dass er gegenüber dem Landesverband signalisiert hat, dass er darüber hinaus auch bereit ist, für DIE LINKE zu kandidieren und über die Landesliste der Partei ein Mandat im Sächsischen Landtag anzustreben. Deshalb wird dazu die Landesvorsitzende im Anschluss noch einiges ausführen. Nach dem Prof. Werner Bramke ja schon vor einiger Zeit ausgeschieden ist und nun auch Prof. Porsch nicht mehr zur Verfügung stehen wird, wäre ein Einzug von Prof. Besier in den Landtag fachlich nicht nur für die Fraktion ein Gewinn, sondern auch für das Landesparlament insgesamt.”

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Zur Hölle mit Berlin

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2009-04-26, 20:55 [Sunday]

… die Initiative Pro Reli ist gescheitert …

... wie Pro Reli Berlin wahrnimmt
... wie Pro Reli Berlin wahrnimmt
Pro Reli hat sich nicht mit Ruhm bekleckert. Nachdem die Initiative schon die ganze Zeit die Wähler zu manipulieren versucht, indem sie skandierte:

Ja, denn Freie Wahl ist meine Ethik!
Ja, denn Toleranz ist meine Ethik!
Unseren Kindern zuliebe: Ja!
Toleranz beginnt mit Ja!

so ließ sich dem Abstimmungsergebnis ganz klar entnehmen, daß die Initiative gescheitert ist. Dem vorläufigen Wahlergebnis zufolge, entschieden sich nur 14,2% der stimmberechtigten Berliner für eine Abschaffung des Ethikunterrichts und für eine Einführung des ordentlichen Unterrichtswahlfaches Religion, für das Entweder-Oder.

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