Impfen schützt – Impfen nützt – Allen!

 

2010 April

Huschi-Fuschi-Medizin

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2010-04-30, 08:31 [Friday]

… Vince Ebert möchte, daß die Menschen selbst denken: Mit aller Härte zur sanften Medizin …

Der Kabarettist und Physiker Vince Ebert. (Bild: fr)
Der Kabarettist und Physiker Vince Ebert. (Bild: fr)
Allergien sind die beliebteste Volkskrankheit der Deutschen. Fast jeder Bundesbürger brüstet sich damit, gegen irgendetwas allergisch zu sein. Sobald die ersten Krokusse sprießen, horcht man in sich hinein und fühlt sich “irgendwie komisch”. Angeblich sind sogar die Dinosaurier wegen Gräserpollenunverträglichkeit ausgestorben.

Deswegen hat man vor einigen Jahren die “Sanfte Medizin” erfunden. Ein nebeliges Biotop, in dem sich vorwiegend Hypochonder vermehren. Menschen, die zu schwach sind, um sich eine richtige Krankheit holen zu können.

Kinesiologen diagnostizieren Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten, indem sie eine Lebensmittel-Liste an die Wand hängen und in Anwesenheit des Patienten mit Dartpfeilen darauf werfen. Bei allen Produkten, auf denen die Pfeile stecken bleiben, drohen beim Klienten allergische Reaktionen. Wenn beide dabei auch noch die Augen zumachen, nennt man das in der Alternativ-Medizin eine Doppelblindstudie.

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Impfgegner in Bautzen

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2010-04-13, 21:00 [Tuesday]

Stefan Lanka auf Werbefeldzug …

Öffentliche Berufungsverhandlung in der Strafsache Stefan Lanka
Öffentliche Berufungsverhandlung in der Strafsache Stefan Lanka
Stefan Lanka wollte das Urteil des Amtsgericht Bautzen gegen ihn wegen Beleidigung nicht akzeptieren und ging in Berufung. Heute fand die Verhandlung statt. Ganze 20 Beamte und Wachtmeister der Sächsischen Polizei sicherten die Berufungsverhandlung gegen Lanka. Alle Besucher wurden am Gerichtseingang und am Saal selbst durchsucht. Impfgegner hatten mit großem Aufwand zum Besuch des Prozesses eingeladen. Lankas klein-klein-Verlag gab bekannt, daß die Verhandlung “als bedeutender Schritt der BRD zur Einführung des generellen Impfzwanges geplant“ sei. Doch es half nichts. Ein Gerichtssaal ist eben keine Theaterbühne und bietet keine Plattform für Selbstdarstellungen und ellenlange Stellungnahmen, die nicht zur Verhandlungssache beitragen. So scheiterte auch diesmal Lanka vor Gericht. Doch das hält seine Jünger sicher nicht davon ab, ihn zu ermuntern, sich weiterhin in aller Öffentlichkeit lächerlich zu machen.

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Wenn Menschen zu “Elementen” werden

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2010-04-11, 20:07 [Sunday]

… und “Befassen” (engage) zu “Angreifen” wird …

Dokumentation eines Mordes im Namen der Freiheit
Dokumentation eines Mordes im Namen der Freiheit - Wikileaks
Kollateralschaden:

Die Sprache der Politik ist so konstruiert, daß eine Lüge als ehrlich und ein Mord als respektabel empfunden wird und um Substanz vorzugaukeln, wo heiße Luft regiert. George Orwell

Wikileaks hat ein Video in die Hände bekommen, durch welche Kanäle auch immer. Fakt ist, daß dieses Video auch in den Medien gezeigt wird. Leider bringt den Truppen niemand bei, daß man erst dann schießt, wenn man 150% sicher ist, daß der andere einem an den Kragen will. Eine Vermutung über die Motive und proaktives Handeln erscheint mir nicht ausreichend. Ganz offensichtlich ist das jedoch eine”∴Rule of Engagement” (RoE) der U.S. Truppen. Hier werden AK-47, RPG im Vorbeiflug erkannt – daß es sich dabei um Kameras mit Teleobjektiven handelt war anscheinend nicht ersichtlich. Mit denen kann man zwar Photos schießen aber sicher nicht die Tötung eines Menschen bewirken. Doch mit präemptiven Schlägen kennen sich die U.S. Amerikaner ja bestens aus. Völkerrecht hin oder her. Kein Wunder, daß sie ein Internationales Strafgericht ablehnen.

Auf dem kompletten Video (YouTube Anmeldung erforderlich) können keine Kampfhandlungen erkannt werden, die von der beschossenen Zivilgruppe ausgeht. Die Rettungsversuche des verwundeten durch eine vorbeifahrende Familie wird durch einen weiteren Beschuß unterbunden. Das Militär erkannte zwar die Motive der Leute in dem Kleinbus (“possibly picking up wounded and weapons”) , nicht aber die Kinder. Die Soldaten sind also hellsichtig, wenn auch kurzsichtig. Das gesamte Tötungsgeschehen wird noch durch die perfiden Kommentare der Soldaten untermalt:

  • “Good shoot’n”
  • “hahaha, I hit’em”
  • “… right through the windshield. Haha.” (die Kinder)

Die Verwundung des Kindes wird mit einem “Damned. Oh well.” (Verdammt. Egal.) quittiert und mit einem “Well it’s their fault for bringing their kids into battle” (Ist doch ihre Schuld, wenn die ihre Kinder mit in den Kampf nehmen.) kommentiert.

… zum Video (Kurzfassung) …

Goethe-Zentrum bescheinigt Homöopathie verblüffenden Erfolg

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2010-04-10, 12:33 [Saturday]

… Zuckerkügelchen und Hokuspokus für Indien …

"Seit über 200 Jahren erweist sich die Homöopathie als verblüffend erfolgreich bei der Behandlung von chronischen und allergischen Krankheiten wie Rheuma, Migräne, Asthma oder Hautproblemen."
'Seit über 200 Jahren erweist sich die Homöopathie als verblüffend erfolgreich bei der Behandlung von chronischen und allergischen Krankheiten wie Rheuma, Migräne, Asthma oder Hautproblemen.' - meint das Goethe-Institut, Neu Delhi
Das Goethe-Institut ist nach eigener Aussage ein “weltweit tätiges Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland.” Es nimmt “zentrale Aufgaben der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik” wahr. Daß die Bildung in Deutschland gerade nicht sonderlich auf einem Höhepunkt verweilt, zeigen nicht nur die Ergebnisse der PISA-Studien auf, sondern auch die Einstellungen der deutschen Bildungsträger. Da ist das Goethe-Institut in Neu Delhi, welches in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum begeht, keine Ausnahme.

Natürlich wäre es begrüßenswert, wenn das Auswärtige Amt, welches im Großen und Ganzen in enger Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut steht, etwas auf die Außenwirkung seiner Kulturträger achtete und darauf Einfluß nimmt, daß wissenschaftlich nicht haltbarem Hokuspokus in medizinischem Gewand keine Werbeplattform gegeben wird, doch das wäre wohl zuviel verlangt. Unter den Politikern vieler Parteien erfreuen sich unwirksame Therapieangebote der Alternativmedizin bedauerlicherweise allzu großer Beliebtheit. Leider sind offensichtlich unter den Mitarbeitern und Entscheidungsträgern des Goethe-Institutes keine, die scienceblogs.de unter ihren Lesezeichen gesichert haben (und auch gelegentlich einen Blick reinwerfen). Sonst wären ihnen nämlich nicht die vielen Beiträge entgangen, die sich mit der fehlenden Wirksamkeit der ∴Homöopathie auseinandersetzen.

Daß es sich bei den Mitarbeitern um ausgesprochene, medizinische Laien handelt muß, erschließt sich aus der Ankündigungsmitteilung zur Ausstellung über die Homöopathie anläßlich des 255. Geburtstages ∴Hahnemanns. Anstelle aufklärend zu wirken und die Rationalisten Indiens zu unterstützen, welche sich bemühen, ihre Mitmenschen über Scharlatanerie, Gurus und medizinischen Hokuspokus wie die Homöopathie aufzuklären, bewirbt das Kulturinstitut diese Methode in einem Land, in dem die meisten keine ausreichende medizinische Versorgung in Anspruch nehmen können; einem Land, in dem Eltern ihre Kinder zu heiligen Männern bringen, damit diese auf ihnen herumtrampeln, um sie mit der göttlichen Kraft ihrer Füße zu segnen. Obwohl Indien und Pakistan “die geographischen Zentren der Homöopathie” in Südasien sind und diese dort alsbald von “einheimischen Ärzten und Amateurheilpraktikern” mit Interesse angenommen wurde, da Konzepte der Homöopathie “leicht mit traditionellen indischen Heilmethoden kombiniert werden konnten”, sieht sich das Goethe-Institut nicht seiner Bildungsaufgabe verpflichtet, über die Unwirksamkeit und Unwissenschaftlichkeit der Homöopathie aufzuklären.

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Zäher Kampf um staatliche Entschädigungsleistungen

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2010-04-09, 16:15 [Friday]

… Einmal piksen und für immer geschädigt …

Impfschaden und Entschädigungsleistungen
Impfschaden und Entschädigungsleistungen
Die Berliner Zeitung berichtet am 08. April 2010 vom Fall eines Uwe Steiner, welcher infolge einer Impfung an geistiger Behinderung leiden soll. Eine Impfung, wie die von der Autorin beschriebene, wurde von der Ständigen Impfkommission so nicht empfohlen. Wenn der Arzt also in Abweichung von den Empfehlungen Impfungen am Säugling vorgenommen hat und es infolgedessen zu einem beträchtlichen Schaden kam, muß der Staat Entschädigungsleistungen an den Geschädigten zahlen.

Der Kampf vor den Gerichten ist ein langwieriger. Im vorliegenden Falle gab es zum einen zwei gegensätzliche Gutachten und einen Kinderarzt, dessen Erinnerungsvermögen und Praxisdokumentation mehr als lückenhaft war, und zum anderen offensichtlich eben jene von den Empfehlungen abweichende Impfung. Der Fall wurde vom Geschädigten vor einem Jahr gewonnen, doch der Staat schlampt und zahlt nicht. Unglaublich, finden wir und geben an dieser Stelle den Bericht der Berliner Zeitung wieder:

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