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Karl Krafeld

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Karl Krafeld (geb. 2. Juni 1949 in Salzbergen), Sohn eines Schlossers und einer Hausfrau, wuchs als mittlerer von drei Brüdern im niedersächsischen Emsland auf. Sein älterer Bruder Franz Josef (geb. 1947) ist Professor für Erziehungswissenschaften an der Hochschule Bremen, sein jüngerer Bruder Norbert (geb. 1959) arbeitet als Rechtsanwalt in Bielefeld.

Schulbildung

Krafeld besuchte 8 Jahre lang die Volksschule und im Anschluß daran folgte eine 2-jährige Ausbildung an einer Handelsschule. Darauf folgte eine 3-jährige Schlosserlehre im Betrieb seinen Vaters. Während der Schlosserlehre besuchte er eine Berufsaufbauschule, auf der er die Mittlere Reife erwarb.

Nach einem 4 Monate währenden Wehrdienst wurde er als Kriegsdienstverweigerer anerkannt und leistete daraufhin 14 Monate lang Zivildienst ab.

Krafeld besuchte dann eine Fachhochschule und nahm ein Stahlbaustudium auf. Er schloß sein Studium nach 6 Semestern erfolgreich als Ingenieur ab. Im Rahmen des Studiums belegte er 2 Semester Philosophie, welche sein Interesse an Geisteswissenschaften weckte.

Im Anschluß an das Stahlbaustudium nahm Krafeld ein Studium der Erziehungswissenschaften auf, welches er 1978 erfolgreich als Diplompädagoge abschloß.

Beruflicher Werdegang

Von 1979 bis 1982 war Krafeld in der Behindertenberatung bei der Caritas tätig. Krafeld beendete das Arbeitsverhältnis, da der Arbeitgeber nicht die von ihm erwarteten Konsequenzen zog, nachdem Krafeld seiner Meinung nach betrügerische Machenschaften aufdeckte.

In Folge erwarb Krafeld als selbständiger Kleingewerbetreibender seinen Unterhalt, nachdem sein Versuch, als Immobilienmakler Fuß zu fassen, 1984 fehlschlug. Seither tingelte er mit einem mobilen Marktstand durch die Lande, wobei er sich auf den Verkauf von Bratpfannen spezialisiert hat. Sein durchschnittliches Nettoeinkommen betrug ca. 1.500 DM pro Monat.

1989 war Krafeld kurze Zeit im Finanz-Dienstleistungsgewerbe tätig und betrieb telefonische Akquise. Diese zeigte Krafeld als wettbewerbswidrig bei der IHK an, woraufhin sein Arbeitgeber eine einstweilige Unterlassungsverfügung unter Androhung eines Ordnungsgeldes gegen ihn vor dem Landgericht Hannover erwirkte. Als der Arbeitgeber gegen Krafeld einen vollstreckbaren Titel über 15.000 DM erwirkte, tauchte Krafeld 1990 in der ehemaligen DDR unter.

1993 verstarb Krafelds Lebenspartner an AIDS. Krafelds Vater verstarb in selbem Jahr.

1994 lernt Krafeld den Molekularbiologen und AIDS-Leugner Stefan Lanka kennen, der behauptet, AIDS würde nicht durch das HI-Virus hervorgerufen und die auf AIDS basierenden Sterbefälle seien durch die Therapie mit Virostatika AZT begründet.

Karl Krafeld arbeitet heute redaktionell in Lankas klein-klein Verlag mit, der auch Werke von ihm verlegt. Er ist außerdem erster Vorsitzender des Vereins “Wissenschaft, Medizin und Menschenrechte”, den er 1997 mit Lanka gründete.

Ideologisches

Diese Vorgeschichte führte dazu, daß Krafeld zum Multiplikator der Theorien Lankas wurde und als selbsternannter Impfgegner und Vortragsreisender an die Karriere als Marktschreier anknüpfend durch die Lande tingelt. Er ist nichts weiter als ein medizinischer und juristischer Laie. Trotz fehlender Qualifikationen in Gesundheitsfragen als Impfexperte. Er ist stolzer und unkritischer Anhänger der abwegigen und widerlegten Ansichten von Stefan Lanka und tritt häufig mit diesem zusammen auf. Oftmals wird er von parteiischen Webseiten als Virologe bezeichnet.

Seit 1995 ist Krafeld eine treibende Kraft zur Verbreitung der Lanka’schen Meinung und bemüht Behörden und Ämter in nicht endendem Schriftverkehr. Auf seiner Website wirbt er dafür, daß alle seine polemischen Mustervorlagen nehmen sollten und an die vorgegebenen Adressaten senden mögen.

Kriminalgeschichte

  • 2000:
    Das Amtsgericht Dortmund verurteilte Krafeld am 09. August 2000 wegen versuchter Nötigung in 9 und Bedrohung in 5 Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 8 Monaten unter Strafaussetzung zur Bewährung. Der am 14. Juli 1999 in dessen Wohnung sichergestellte PC nebst 2 Speichermedien wurde eingezogen.
  • 2001:
    Das Landgericht Dortmund (Aktenzeichen 14 (XVII) K 11/00) wies die verspätet eingereichte Berufung Krafelds zurück und bestätigt am 17. Januar 2001 das Urteil des Amtsgerichtes Dortmund wegen versuchter Nötigung in 14 Fällen zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen á 50,00 DM sowie zu acht Monaten Haft auf Bewährung.
    - Urteilsbegründung.
  • 2001:
    Krafeld erstattet Strafanzeige gegen die Bundestagsabgeordnete Angelika Graf (SPD) wegen übler Nachrede, weil diese über die Aktivitäten des Vereins “Wissenschaft, Medizin und Menschenrechte e.V., dessen erster Vorsitzender Krafeld ist, in einem Artikel der OVB wie folgt zitiert wurde: “Kriminell wird die Sache, wenn unter pseudowissenschaftlichem Deckmantel vor besorgten Eltern unbewiesene und unbeweisbare Behauptungen aufgestellt werden.” Sie habe die Staatsanwaltschaft in Stuttgart aufgefordert den Verein und dessen Hintermänner zu überprüfen. Der zuständige Staatsanwalt Hammerdinger verfügt am 28.01.2002 unter dem Aktenzeichen 201 I AR 29/02, von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens abzusehen. Den Tatbestand der falschen Verdächtigung gemäß §164 StGB, den der juristische Laie Krafeld auch nach Ausfertigung des Beschlusses als verwirklicht ansieht, sieht die Staatsanwaltschaft ebenfalls nicht erfüllt.
    - Verfügungsbegründung vom 29.01.2002, *.pdf 750 kB
    - Oberbayerisches Volksblatt (OVB) Artikel vom 08.11.2001.
  • 2002:
    Im Verfahren auf Unterlassung der SPD-Bundestagsabgeordneten Graf gegen Krafelt verurteilt das Landgericht Traunstein am 09. April 2002 den Antragsgegner Krafeld, keinerlei Behauptung bezüglich der Antragstellerin aufzustellen oder zu verbreiten, diese sei eine Lügnerin und Straftäterin. Krafeld wird ein Ordnungsgeld bei Zuwiderhandlung in Höhe von bis zu 250.000 EUR angedroht. Krafeld hat die Kosten des Verfahrens zu tragen. Sein Antrag auf Prozeßkostenbeihilfe wird abgelehnt.
    - Verfügung vom 09.04.2002, *.pdf 320 kB.
    - Ablehnungsbescheid vom 25.07.2002, *.pdf 180 kB.
  • 2002:
    Am 27.02.2002 erklärt die Staatsanwaltschaft Traunstein, daß sie kein Ermittlungsverfahren geden den Beschuldigten Dr. Simon Weber einleiten wird. Krafeld hatte im Jahr zuvor Anzeige gegen Weber wegen übler Nachrede erstattet, weil dieser gegenüber dem Oberbayerischen Volksblatt geäußert hatte, daß man den Verein, dessen Vorsitzender Krafeld ist, genauer unter die Lupe nehmen sollte.
    - Begründung vom 06.03.2002, *.pdf 550 kB.
  • 2002:
    Das Amtsgericht Rosenheim (AZ 4 Cs 110 Js 35422/01) verhängt am 03. Mai 2002 gegen Krafeld eine Einzelgeldstrafe von 70 Tagessätzen zu je 15 EUR (1.050 EUR). Ein Tagessatz entspricht einem Tag Freiheitsstrafe. Dagegen wird Krafeld Einspruch einlegen.
    - Strafbefehl vom 03.05.2002, *.pdf 532 kB.
  • 2002:
    Das Amtsgericht Rosenheim (AZ 2a/4 Cs 110 Js 35422/01) verurteilte den Verkäufer Krafeld am 9. Dezember 2002 wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 140 Tagessätzen zu je 15 EUR.
    - Ladung vom 18.09.2002, *.pdf 168 kB
    - Urteilsbegründung vom 09.12.2002, *.pdf 132 kB
  • 2004:
    4 Ds Js 8001/04: Strafsache gegen Lanka und Krafeld wegen Verleumdung
  • 2006:
    Das Berufungsverfahren Krafelds war nicht von Erfolg gekrönt. Auf seine Berufung hin bestätigte das Traunsteiner Landgericht am 13.09.2006 den Schuldspruch aus erster Instanz durch das Amtsgericht Rosenheim, reduzierte die Geldstrafe jedoch von 2.100 EUR auf 1.800 EUR, irrigerweise davon ausgehend, daß Krafeld ohne Vorstrafe sei. Die Anzahl der Tagessätze wird von 140 auf 90 reduziert.
    - Urteilsbegründung vom 06.10.2006, *.pdf 408 kB
  • 2007:
    Die gegen Krafeld verhängte Geldstrafe summiert sich mittlerweile auf über 5.000 EUR.
    - Vollstreckungsauftrag vom 01.10.2007, *.pdf 304 kB

Zitate

An einen Staatsanwalt:

Die Bestimmung des Schweins ist es, geschlachtet zu werden. Grunz, grunz, an Deine Computerschweinerei habe ich mich gewöhnt. Ich soll nicht schreiben. Ich soll mit der Knarre vorgehen. Das ist Dein Wille. Ich kenne gegen Dich noch viel schöneres als die Knarre. Du willst es so … Peng! Auh! Bald wird Dein Ende kommen .. Peng. Peng. Gut Rutsch in die Urne.

… werde ich die Bundesgesundheitsministerin Fischer wie einen streunenden Hund abknallen.

… kann es sein, daß ich durchknalle und … ein schlimmes medienspektakuläres Blutbad anrichte …

Schriften

  • Krafeld K: Impfen ist Gotteslästerung! Plädoyer für eine Verehrung des größeren Gottes! Die Menschenrechte sind das planetarische Minimalprogramm der göttlichen Offenbarung. Wir machen Zukunft: ganzheitlich, unverkürzt und zielbezogen! Bd. 2, klein-klein-verlag, ISBN 3-937342-14-1
  • Links

    Quellen

    Erstellt: 2006-01-01, 20:50 [Sunday]
    Geändert: 2009-09-15, 22:33 [Tuesday]
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