Impfungen
Die Impfempfehlungen werden regelmäßig aktualisiert und den neuesten Erkenntnissen der Impfstoffforschung und der Entwicklung bestimmter Infektionserkrankungen angepasst.
Die verschiedenen Infektionskrankheiten unterscheiden sich in der Häufigkeit des Vorkommens und in der Schwere der Erkrankung. Ebenso kommen Erkrankungen in verschiedenen Bevölkerungsgruppen unterschiedlich häufig vor. Beispielsweise haben Angehörige medizinischer Berufe ein besonders hohes Risiko, sich mit Hepatitis B zu infizieren.
Aus diesem Grund hat die STIKO entsprechende Kategorien geschaffen, welchen die jeweiligen Impfungen zugeordnet werden:
- S – Standardimpfungen mit allgemeiner Anwendung = Regelimpfungen
- A – Auffrischungsimpfungen
- I – Indikationsimpfungen für Menschen mit einem besonders hohen Erkrankungsrisiko
- B – Impfungen für Menschen mit einem erhöhten beruflichen Infektionsrisiko
- R – Reiseimpfungen
- P – Impfungen oder die Gabe von Antibiotika, die kurz nach der Infektion mit bestimmten Erregern die Erkrankung noch verhindern können – Postexpositionsprophylaxe
Um langfristig einen größtmöglichen Schutz für die gesamte Bevölkerung aufzubauen, werden einige Impfungen als Standard- oder Regelimpfungen für alle Säuglinge und Kleinkinder empfohlen. Die Grundimmunisierung sollte am Ende des zweiten Lebensmonats beginnen und im Alter von 14 Monaten abgeschlossen sein. Ein sicherer Impfschutz ist erst dann gegeben, wenn mehrere Teilimpfungen in bestimmten Zeitabständen erfolgt sind, die im so genannten Impfschema geregelt sind.
Einige Impfungen müssen im Erwachsenenalter regelmäßig aufgefrischt werden, damit ein Impfschutz erhalten bleibt.
Bestimmte Impfungen werden als so genannte Indikationsimpfungen nur besonders gefährdeten Menschen, beispielsweise einigen Berufsgruppen, Reisenden oder Kontaktpersonen von Erkrankten, empfohlen.



